lateinamerikanische Literatur.


lateinamerikanische Literatur.
latein|amerikanische Literatur.
 
Der geographische Raum der lateinamerikanischen Literatur umfasst die von den Spaniern eroberten Gebiete Mittel- und Südamerikas sowie das von den Portugiesen kolonisierte Brasilien. Die einst oder noch heute von Frankreich und den Niederlanden abhängigen oder dem Commonwealth of Nations angehörenden Gebiete dieses Raums weisen eine zu unterschiedliche und wesentlich später einsetzende eigenständige Kulturentwicklung auf, um sie der lateinamerikanischen Literatur zuzurechnen (karibische Literatur).
 
 
Während der spanischen Kolonialzeit kam es kaum zur Herausbildung einer literarischen Kultur. Im Anschluss an die Befreiung des Landes von der spanischen Herrschaft (1816) entwickelten sich parallel eine volkstümliche und eine elitäre literarische Tradition, wobei die erstere mit den Dichtungen des gebürtigen Uruguayers Bartolomé Hidalgo (* 1788, ✝ 1822) einsetzte. Diese Linie führte über die Versdichtungen von Hilario Ascasubi (* 1807, ✝ 1875) und E. del Campo zu einem der bedeutendsten Werke ganz Lateinamerikas im 19. Jahrhundert, dem Versepos »Martín Fierro« (1872-79) von J. Hernández. Ausläufer der Gaucholiteratur stellen der lyrisch-impressionistische Roman »Don Segundo Sombra« (1926) von R. Güiraldes und die psychologisierenden Romane von B. Lynch dar. Die v. a. an französischen Vorbildern orientierte elitäre Literatur des 19. Jahrhunderts konstituierte sich in der 1838 von E. Echeverría u. a. gegründeten »Asociación de Mayo«, die im Zeichen der Romantik eine Kunst verwirklichen wollte, die die Besonderheiten des Landes hervorhebt. Das brutale Regime von J. M. de Rosas (1835-52) führte zu einer engen Beziehung von Literatur und politischem Meinungskampf. Eine Reihe bedeutender, politisch engagierter Werke entstand im Exil, u. a. der romanhafte Essay »Civilización y barbarie. Vida de Juan Facundo Quiroga« (1845) des späteren Präsidenten D. F. Sarmiento, der Roman »Amalia« (1855) von J. Marmol sowie die Novelle »El matadero« (entstanden um 1838, herausgegeben 1871) von Echeverría. Besonders die Essayistik erreichte im gesamten 19. Jahrhundert hohen literarischen Rang. Neben Sarmiento gehören zu den wichtigsten Essayisten Vicente Fidel López (* 1815, ✝ 1903), Bartolomé Mitre (* 1821, ✝ 1906), Eduardo Wilde (* 1844, ✝ 1913), Miguel Cane (* 1851, ✝ 1905) und Lucio Victor Mansilla (* 1831, ✝ 1913), dessen autobiographischer Bericht »Una excursión a los indios ranqueles« (1870) wegen seiner Kritik am positivistischen Fortschritts- und Zivilisationsglauben große Bedeutung erlangte. Ab 1880 wuchs das Interesse am Roman. Anerkannte Autoren waren u. a. Eugenio Cambaceres (* 1843, ✝ 1888) und José Miró (* 1867, ✝ 1896), die weitgehend die Techniken des Naturalismus von Zola übernahmen. Ihren Höhepunkt fand diese Strömung in den Romanen von Roberto Jorge Payró (* 1867, ✝ 1928). Mit der Ankunft des aus Nicaragua stammenden R. Darío (1893) begann in Buenos Aires die Bewegung des Modernismus. Neben Darío galt bald L. Lugones Argüello als größter Lyriker. Sein Gedichtband »Lunario sentimental« (1909) wurde in den 1920er-Jahren zum direkten Vorläufer des allein die Metapher als poetisches Instrument anerkennenden Ultraismus deklariert. Eine Fortsetzung sehr individueller Ausprägung fand der Modernismus in den Werken der Lyriker E. Banchs, Rafael A. Arrieta (* 1889, ✝ 1968), B. Fernández Moreno und Alfonsina Storni. Der namhafteste modernistische Roman ist »La gloria de don Ramiro« (1908) von E. R. Larreta. Gegenüber dem Ultraismus, den J. L. Borges aus Spanien eingeführt hatte, entwickelte sich eine sozialkritische, politisch aktive Gruppe, die sich nach dem hauptstädtischen Arbeitervorort »Boedo« nannte. Ihre wichtigsten Mitglieder waren Álvaro Yunque (* 1889, ✝ 1982), Roberto Mariana (* 1892, ✝ 1946), Elías Castelnuovo (* 1893, ✝ 1982) und v. a. R. Arlt, der besonders von der »Vatermörder« (»Parricidas«) genannten Generation, die in den 1950er-Jahren zu schreiben begann (A. Di Benedetto, H. Álvarez Murena, Beatriz Guido, * 1924, ✝ 1988, D. Viñas u. a.), als Vorbild betrachtet wurde. Als Romanciers und Essayisten haben E. Mallea und E. Sábato den existenziellen Pessimismus Arlts vertieft. Eine besonders breite literarische Tradition wurde durch die fantastischen Erzählungen von H. Quiroga und Lugones Argüello eingeleitet; zu ihren Hauptvertretern zählen Borges, A. Bioy Casares, Silvina Ocampo (* 1903, ✝ 1993) und J. Cortázar, der mit »Libro de Manuel« (1973) eine klare Wendung zur politisch engagierten Literatur vollzog. - Die Dramatik fußte zunächst auf volkstümliche Gauchostücken, bis sie um 1900 vom realistisch-naturalistischen Drama abgelöst wurde, als dessen Hauptvertreter der Uruguayer Florencio Sánchez (* 1875, ✝ 1910) gilt. Von ihm aus lässt sich eine direkte Verbindung zu den psychologisierenden Theaterstücken von Samuel Eichelbaum (* 1894, ✝ 1967), aber auch zum politisch-didaktischen Theater von Osvaldo Dragún (* 1929) ziehen; das dem »Theater der Grausamkeit« nahe stehende dramatische Werk von Griselda Gambaro (* 1928) ist für das gesamte Theater Lateinamerikas von Bedeutung. Den Entwicklungsstand der Prosaliteratur der frühen 70er-Jahre kennzeichnen u. a. die Collagenromane von M. Puig oder Eduardo Gudiño Kieffer (* 1935). Die hervorstechende Tendenz der Lyrik im Anschluss an die Autoren der Zeitschrift »Zona de la Poesía Americana« (1963-65) ist die Zuwendung zur konkreten Alltagserfahrung sowie die Einbeziehung der Umgangssprache (u. a. bei J. Gelman, F. Urondo). Nach der Machtübernahme durch die Militärs 1976 kam das Kulturleben in Argentinien nahezu zum Erliegen. Zahlreiche Autoren mussten emigrieren (Di Benedetto; Viñas; P. Orgambide; Gelman; Oswaldo Bayer, * 1927; Puig; O. Soriano; Héctor Tizón, * 1929 u. a.), einige wurden verschleppt, sind verschollen, oder wurden ermordet wie der Romancier H. Conti und der Romancier Rodolfo Walsh (* 1927, ✝ 1977). Nach 1983 kehrten viele Autoren (u. a. Di Benedetto, Orgambide, Soriano) zurück. Die jüngere Generation wendet sich in diesen wirtschaftlich schwierigen Jahren einem leicht zugänglichen, postmodernen und fantastisch-humorvollen Erzählen zu (C. Aira; Alberto Laiseca, * 1941; Ricardo Piglia, * 1941; Horacio Vázquez Rial, * 1947), in den letzten Jahren traten u. a. Reina Roffé (* 1951), Sergio Chejfec (* 1959) hervor. Das Theater setzt zum Teil die Tradition des kritischen Realismus in der kritischen Auseinandersetzung mit der Zeit der Diktatur fort, experimentiert mit Elementen der Performance (Roberto M. Cossa, * 1934; Ricardo Halac, * 1935). In der Lyrik ist Arturo Carrera erfolgreich.
 
 
Während der Kolonialzeit gab es in dem Peru zugehörenden Bolivien so gut wie keine Literatur. Erst nach den Unabhängigkeitskriegen sind einige Schriftsteller namhaft zu machen. Der romantisch-sentimentale Roman »La isla« (1854) von Manuel María Caballero (* 1819, ✝ 1866) war das erste Prosawerk mit nationalem Kolorit. Die bedeutendsten Gestalten der Romantik waren der Lyriker Ricardo José Bustamente (* 1821, ✝ 1886) und der Dramaturg und Romancier Nataniel Aguirre (* 1843, ✝ 1888). Mit dem vielseitigen Ricardo Jaimes Freyre (* 1868, ✝ 1933) erlebte die bolivianische Literatur einen Höhepunkt. Seine Gedichtbände »Castalia bárbara« (1897) und »Los sueños son vida« (1917) zählen zu den wichtigsten Werken des hispanoamerikanischen Modernismus. Zu dieser Richtung gehört auch der Dramatiker und Lyriker Franz Tamayo (* 1879, ✝ 1956). Als Antithese zum Modernismus entwickelte sich die erzählende Prosa zum Organ sozialer Kritik. In seinem Hauptwerk »Raza de bronce« (1919) kämpfte Alcides Arguedas (* 1879, ✝ 1946) gegen die grausame Unterdrückung der Indianer. In den 1920er-Jahren wendete sich die Lyrik der Natur, den Bewohnern und autochthonen Lebensformen des Landes zu. Der Chacokrieg (1932-35) zwischen Bolivien und Paraguay löste eine Serie literarischer Bearbeitungen aus. Er wurde aus antiimperialistischer Sicht interpretiert in dem Roman »Aluvión de fuego« (1935) von Oscar Cerruto (* 1912, ✝ 1981) und den Erzählungen »Sangre de mestizos« (1936) von Augusto Céspedes (* 1904, ✝ 1997). Während Cerrutos Roman am Anfang der von städtischen Intellektuellen geschriebenen »Bergwerkliteratur« steht, wurde die Mine bei Céspedes zum politisch-wirtschaftlichen Symbol der vom internationalen Imperialismus manipulierten Gesellschaft. Zu den Hauptvertretern der Moderne gehören u. a. die Lyrikerin Yolanda Bedregal de Conitzer (* 1916), der in Spanien lebende Lyriker P. Shimose sowie der Prosaautor Raúl Botelho Gosálvez (* 1917). Der zunächst als Lyriker bekannt gewordene R. Prada Oropeza reflektiert in sozialkritischer Prosa die langsam voranschreitende Modernisierung des Landes. Weitere namhafte zeitgenössische Autoren sind Jaime Sáenz (* 1921, ✝ 1986), Eduardo Mitre (* 1943), Gonzalo Vásquez Méndez (* 1927), René Poppe (* 1943) und Jesús Urzagasti (* 1941). Neben der in ganz Lateinamerika verbreiteten so genannten Testimonios-Literatur (Testimonios), die v. a. Autoren der jüngeren Generation aufgreifen, entfalten sich auch neue Ausdrucksformen in indianischer Sprache, wie die der angestammten Ritualpraxis entlehnten neuen dramatischen Formen und eine schriftliche Lyrik in Ketschua.
 
 
Die Periode völliger kultureller Abhängigkeit von Portugal erstreckte sich bis etwa 1750. Zu den ersten literarisch bedeutenden Autoren zählten im 16. Jahrhundert der Jesuitenpater J. de Anchieta sowie Bento Teixeira (* 1545, ✝ 1618) mit seiner lyrischen Naturdarstellung »Prosopopeia« (1601). Kulturelles Zentrum bis Mitte des 18. Jahrhunderts war die damalige Hauptstadt Bahia. Den Gongorismus vertraten hier Gregório de Matos Guerra (* 1623 [?], ✝ 1696), Manuel Botelho de Oliveira (* 1636, ✝ 1711) u. a. Der wirtschaftliche Aufstieg des Diamantendistrikts Minas Gerais verlagerte den kulturellen Brennpunkt dorthin. Der »Arcadismo« beziehungsweise die »Escola Mineira« wandte sich stärker italienischen und französischen Vorbildern zu. Die bukolisch-anakreontischen »Obras poéticas« (1768) von Cláudio Manuel da Costa (* 1729, ✝ 1789) gelten als Beginn der Bewegung, zu der die Lyriker T. A. Gonzaga, Manuel Ignácio da Silva Alvarenga (* 1749, ✝ 1814) sowie die Ependichter J. B. da Gama und José de Santa Rita Durão (* 1722 [?], ✝ 1784) zählten.
 
Um 1830 vollzog sich im Zeichen der Romantik die kulturelle Lösung von Portugal. Nach D. J. Gonçalves de Magalhães erlebte die romantische Lyrik besonders durch A. Gonçalves Dias einen Höhepunkt. Die Spätromantiker konzentrierten sich um den Byronzirkel »Sociedade Epicureia« von São Paulo mit C. de Abreu u. a. Als Reaktion auf den romantischen Subjektivismus entstand die sozial engagierte »Escola Condoreira«. Ihr Anliegen war die Aufhebung der Sklaverei; es fand seinen stärksten dichterischen Ausdruck in der Lyrik von A. de Castro Alves. Wichtigster Romancier im Übergang zum Realismus war J. M. de Alencar mit seinem indianistischen Roman »O Guaraní« (1857). Weitere Romanautoren waren Manuel Antônio de Almeida (* 1830, ✝ 1861) und der Visconde de Taunay mit dem Roman »Inocência« (1872). Von den 70er-Jahren des 19. Jahrhunderts an entwickelten sich die Schulen des Parnassianismus und Symbolismus in der Lyrik, des Realismus und Naturalismus in Prosa und Theater. Einflussreichster Parnassianer war O. Bilac, wichtiger Symbolist J. da Cruz e Sousa. In der Nachfolge É. Zolas schrieben A. Azevedo und Júlio Ribeiro (* 1845, ✝ 1890). Überragend war der Romancier und Erzähler J. M. Machado de Assis.
 
Unter dem Gesichtspunkt, zu einer nationalen Identitätsbestimmung zu gelangen, gewann der Nordosten des Landes zunehmend an Bedeutung. Außer Erzählungen von H. M. Coelho Neto sind der Essay »Os sertões« (1902) von E. R. da Cunha sowie der die Probleme europäischer Einwanderer behandelnde Roman »Canaã« (1902) von J. Pereira da Graça Aranha die wichtigsten Beiträge zu einer kritischen Selbstbesinnung. Diese Linie setzte sich im brasilianischen Modernismus fort, der 1922 in São Paulo als kulturelle Revolution ins Leben gerufen wurde. Die Theoretiker des Modernismus, dessen Impulse bis in die Gegenwart andauern, waren M. R. Morais de Andrade und O. de Andrade. Bedeutende Lyriker (M. Bandeira, J. de Lima, C. Drummond de Andrade, Cecilia Meireles) waren dem Modernismus verbunden oder suchten ihm wie J. Cabral de Melo Neto eine kosmopolitische Orientierung zu geben. Mehrere große Romanzyklen über den Werdegang der brasilianischen Regionen wurden durch das Werk des Soziologen G. Freyre angeregt: »O ciclo da cana de açucar« (1932-36) von J. Lins do Rêgo Cavalcanti, »São Bernardo« (1934) von G. Ramos, die Werke von Raquel de Queiroz, J. Amado und É. Lopes Veríssimo. Ihren Höhepunkt erreichte die regionale Thematik in den Romanen und Erzählungen von J. Guimarães Rosa, Adonias Filho und A. Suassuna.
 
Neue Wege in der Entwicklung der Lyrik beschritten nach 1945 u. a. die Vertreter des Neomodernismus (J. Cabral de Melo Neto, José Paulo Moreira da Fonseca [* 1922], J. R. Ferreira Gullar u. a.), die von der strukturalistischen Linguistik beeinflussten »Concretistas« und »Neoconcretistas« wie Haroldo de Campos (* 1929). Zeitgenössische Richtungen der populären Gattung sind konkrete Poesie, visuelle Dichtung und weiterhin politisch engagierte Werke; neben die prominenten Dichter traten jüngere wie Affonso Romano de Sant'Anna (* 1937) und Philadelpho Menezes (* 1960).
 
Repräsentativ für die erzählende Prosa der Gegenwart sind die Kurzgeschichten von D. Trevisan oder die Romane von Clarice Lispector. Mit bereits beträchtlichen Œuvres sind ferner hervorgetreten: Lygia Fagundes Telles, O. Lins, J. R. Fonseca, A. Dourado, I. de Loyola Brandão, M. Scliar, J. U. Ribeiro, M. Souza, Ana Miranda (* 1951), D. Ribeiro u. a. Zu den namhaftesten Theaterautoren zählen Nelson Rodrigues (* 1913, ✝ 1980), Guilherme de Oliveira Figueiredo (* 1915) und A. Suassuna sowie A. Boal (»Theater der Unterdrückten«) und Francesco Guanieris (* 1934; »Arena-Theater«). Eine Umorientierung der literarischen Praxis zeigt sich im spielerischen Umgang mit den Gattungen, wie er in der Gegenwart z. B. im Aufstreben des Kriminal- und Spionageromans, der Sciencefiction und in der Ausstrahlung der brasilianischen Fernseherzählung (Telenovela) auf die brasilianische Literatur festzustellen ist.
 
 
Am Beginn der während der Kolonialzeit spärliche Literatur Chiles steht Pedro de Oñas (* 1570, ✝ 1643 [?]) mit dem Versepos »Arauco domado« (1596), das sich zum Teil an das historisch exaktere Epos »La Araucana« (1569-89) des Spaniers A. de Ercilla y Zúñiga anlehnt. - Die von Schülern des Venezolaners A. Bello 1842 in Santiago gegründete »Sociedad literaria« proklamierte im Geist der europäischen Romantik eine nationale Literatur. Wortführer der Bewegung war der Essayist und Romancier José Victorino Lastarria (* 1817, ✝ 1888), ihre namhaftesten Mitglieder waren Francisco Bilbao (* 1823, ✝ 1865) und Guillermo Blest Gana (* 1830, ✝ 1904). Die Überwindung der Romantik durch den Realismus zeichnet sich in den Romanen von Alberto Blest Gana ab. Einflüsse des europäischen Naturalismus zeigen die sozialkritischen Erzählungen von Baldomero Lillo (* 1867, ✝ 1923) und die Romane von Luis Orrego Luco (* 1866, ✝ 1949). Der Chileaufenthalt (1886) des nicaraguanischen Dichters R. Darío ließ einen v. a. von Manuel Magallanes Moure (* 1878, ✝ 1924) repräsentierten Ableger des Modernismus entstehen. Bedeutender war jedoch der sozialkritisch engagierte Carlos Pezoa Véliz (* 1879, ✝ 1908). Im 20. Jahrhundert errang Chile v. a. in der Lyrik internationales Ansehen; Gabriela Mistral erhielt als erster Schriftsteller Lateinamerikas 1945 den Nobelpreis für Literatur, V. Huidobro entwickelte die avantgardistische Dichtungstheorie des »Creacionismo«, P. de Rokha stellte seine Lyrik in den Dienst politischer Agitation gegen Kapitalismus und Faschismus. Auch P. Neruda ergriff nach einem subjektiv-weltschmerzlichen Frühwerk Partei im Kampf der politischen Systeme. Er wurde zum populärsten Lyriker des Subkontinents (Nobelpreis für Literatur 1971). Weitere wichtige Lyriker sind: Ángel Cruchaga Santa María (* 1893, ✝ 1964), Rosamel del Valle (* 1901, ✝ 1963), Humberto Díaz Casanueva (* 1908, ✝ 1992), N. Parra, Schöpfer der ironischen, erfindungsreichen Antipoesie, Miguel Arteche (* 1926), Enrique Lihn (* 1929, ✝ 1988), Efraín Barquero (* 1931) und Jorge Teillier (* 1935); erst in den 80er-Jahren wurde Gonzalo Rojas (* 1917) literarisch entdeckt. In der Prosa ist P. Prado Calvos formsprengender Roman »Alsino« (1920) hervorzuheben. Die profiliertesten Romanciers in der Nachfolge des Naturalismus waren E. Barrios und J. Edwards Bello. Mariano Latorre (* 1886, ✝ 1955) war das Oberhaupt einer Schule dokumentarisch-regionalistischer Autoren. In deren Nähe stand der von W. Faulkner beeinflusste M. Rojas. Von den jüngeren Romanautoren wurden Stil- und Kompositionstechniken stärker kontrolliert als vorher, so von C. Droguett, F. Alegría, E. Lafourcade. Neuer Techniken bedienten sich auch Nicomedes Guzmán (* 1914, ✝ 1964) und Volodia Teitelboim (* 1916) in ihren agitatorischen sozialkritischen Romanen. Das Theater erlebte durch Studentengruppen einen beträchtlichen Aufschwung (Isidora Aguirre, * 1919; Egon Wolff, * 1926; Sergio Vodanovic, * 1928; Luis Alberto Heiremans, * 1928, ✝ 1964).
 
Nach dem Militärputsch vom 11. 9. 1973 mussten zahlreiche Schriftsteller ins Exil gehen. Zu den namhaftesten exilierten Autoren gehörten neben Droguett, Alegría, Donoso und Lihn: J. Edwards, Poli Délano (* 1936), Mauricio Wacquez (* 1939), A. Skármeta, Isabel Allende, A. Dorfman, die nur zum Teil seit Mitte der 80er-Jahre zurückkamen (u. a. Edwards, Skármeta, Dorfman). Die Mehrzahl der bis Mitte der 90er-Jahre erschienen Werke aller Gattungen beschäftigt sich mit politischer Verfolgung, Zensur und Exil. Weitere bekannte Autoren sind Hernán Valdés (* 1937), Omar Lara (* 1941), Raúl Zurita (* 1951) und Diamela Eltit (* 1949), die der formalen Erneuerung der Gegenwartsliteratur wichtige Impulse gab. Das zeitgenössische Theater vertreten Marco Antonio de la Parra (* 1952) und v. a. J. Díaz.
 
 
Mit dem Prosawerk des Bischofs Gaspar de Villarroel (* 1587 [?], ✝ 1665) erlebte die ecuadorianische Literatur während der Kolonialzeit ihren Höhepunkt. Die erkämpfte Unabhängigkeit fand in José Joaquín Olmedos (* 1780, ✝ 1847) neoklassischen Oden ihre erste poetische Verklärung. Die spät eingetretene Romantik repräsentierte Juan León Mera (* 1832, ✝ 1894). Überragende Gestalt des 19. Jahrhunderts war der Essayist J. Montalvo, dessen brillante Prosa ihn als Vorläufer des Modernismus erscheinen lässt. Namhafteste modernistische Lyriker waren Ernesto Noboa Caamaño (* 1891, ✝ 1927), Arturo Borja (* 1892, ✝ 1912), Medardo Ángel Silva (* 1899, ✝ 1920). Schöpfer des bedeutendsten modernistischen Romans (»Égloga trágica«, entstanden 1910/11, herausgegeben 1956) war Gonzalo Zaldumbide (* 1885, ✝ 1969). Der sozialen und politischen Problematik des Landes wandten sich der Romancier J. Icaza Coronel und der »Grupo de Guayaquil« zu: Demetrio Aguilera Malta (* 1909, ✝ 1981), Joaquín Gallegos Lara (* 1911, ✝ 1947), Enrique Gil Gilbert (* 1912, ✝ 1973), José de la Cuadra (* 1903, ✝ 1941) und Alfredo Pareja Diezcanseco (* 1908, ✝ 1993). Sozialkritik und Psychoanalyse verbinden sich in den Romanen Humberto Salvadors (* 1909). A. Ortiz und Nelson Estupiñán Bass (* 1915) griffen als Lyriker und Romanciers die Folklore und Probleme der schwarzen Bevölkerung auf. Nach der Wirklichkeitsflucht der Modernisten gewann die Lyrik ein ausgeprägtes Realitätsbewusstsein. J. Carrera Andrade blieb trotz ultraistischer und surrealistischer Kontakte einer Poesie konkreter Daseinserfahrung verbunden. Die folgende Generation, die sich v. a. der Gestaltung existenzieller Probleme zuwandte, fand ihren Repräsentanten in César Dávila Andrade (* 1918, ✝ 1967). Zu den bekannteren Schriftstellern der Gegenwart gehören Alejandro Carrión (* 1915, ✝ 1992), Pedro Jorge Vera (* 1915), Jorge Enrique Adoum (* 1923), Rafael Díaz Ycaza (* 1939), Lupe Rumazo (* 1935), Ulíses Estrella (* 1939), Iván Egüez (* 1944), Eliécer Cárdenas (* 1950), Julio Pazo Barrera (* 1944), Miguel Donoso Pareja (* 1931). Seit den 60er-Jahren sind mehrere Schriftstellergruppen wie »Caminos«, »Galaxia«, »Tzántzicos« an die Öffentlichkeit getreten.
 
 
Der Beginn der kolumbianischen Literatur wird mit der historisch-polemischen Schrift »Antijovio« (entstanden 1569, herausgegeben 1952) des Konquistadors Gonzalo Jiménez de Quesada (* 1503 [?], ✝ 1579) angesetzt. Den Titel eines »kolumbianischen Homer« erwarb sich Juan de Castellanos (* 1522, ✝ 1607) mit einer 150 000 Verse langen Reimchronik der Conquista. Von Juan Rodríguez Freile (* 1566, ✝ 1640 [?]) stammt eine satirische, unter dem Titel »El carnero« (entstanden um 1636, herausgegeben 1859) bekannte Romanchronik. Die Lyrik von José Joaquín Ortiz (* 1814, ✝ 1892), Julio Arboleda (* 1817, ✝ 1862) und besonders José Eusebio Caro (* 1817, ✝ 1853) leitete die Romantik ein, die von Rafael Pombo (* 1833, ✝ 1912), Rafael Núñez (* 1835, ✝ 1894) und Miguel Antonio Caro (* 1843, ✝ 1909) fortgesetzt wurde. Letzterer und Rufino José Cuervo (* 1844, ✝ 1911) gelten für das gesamte spanische Sprachgebiet als bedeutendste Philologen ihrer Zeit. Weite Verbreitung fand der Roman »María« (1867) von J. Isaacs. Hauptvertreter des Modernismus waren J. A. Silva, M. A. Osorio, Luis Carlos López (* 1883, ✝ 1950) und der Romancier José María Vargas Vila (* 1860, ✝ 1933). Größere Bedeutung wird jedoch den naturalistisch beeinflussten Werken von T. Carrasquilla und dem Urwaldroman »La vorágine« (1924) von J. E. Rivera zugemessen. Avantgardistische Tendenzen setzten sich durch mit den Werken von León de Greiff (* 1895, ✝ 1976) und J. Zalamea. Die weitgehend vom ästhetischen Formalismus geprägte kolumbianische Literatur erfuhr durch den Bürgerkrieg 1948-58 einen fundamentalen Wandel in der Zuwendung zu den sozialen Problemen des Landes. Die Analyse der nationalen Realität steht im Vordergrund des Schaffens der meisten Autoren, von denen einige Weltruhm erlangten: E. Caballero Calderón, Manuel Zapata Olivella (* 1920), M. Mejía Vallejo, Gustavo Alvarez Gardeazábal (* 1945) und besonders G. García Márquez (Nobelpreis für Literatur 1982). Zunehmend treten auch die Probleme der Großstadtgegenwart in das Blickfeld, so etwa in den experimentellen Romanen von Oscar Collazos (* 1942). Tod, Verfall und Zerstörung sind die wichtigsten Themen in der Lyrik von Eduardo Cote Lamus (* 1928, ✝ 1964), Jaime Ibáñez (* 1919), Álvaro Mutis (* 1923) u. a. Der Nihilismus der Schule des »Nadaísmo« wurde von jungen Lyrikern wie Juan Gustavo Cobo-Borda (* 1948) überwunden. Bedeutendes leistete Mitte der 80er-Jahre das experimentelle, politisch engagierte Theater, u. a. die Gruppen um Carlos José Reyes (* 1941), Santiago García (* 1927) und Miguel Torres. In den 90er-Jahren wird der Lyriker Jaime García Maffla (* 1944) bekannt, in der Prosa traten Fanny Buitrago (* 1946), Eduardo Escobar (* 1943), Luis Fayad (* 1945) in Erscheinung.
 
 Kuba
 
Von der Entdeckung bis zum Ende des 18. Jahrhunderts hat Kuba kaum literarische Zeugnisse aufzuweisen. Diego Gabriel de la Concepción Valdés (* 1809, ✝ 1844) und J. M. Heredia waren die ersten großen Lyriker. In Spanien entstand das romantische Werk der Gertrudis Gómez de Avellaneda. Romantik und Realismus verbanden sich in den Romanen von Cirilo Villaverde (* 1812, ✝ 1894), Anselmo Suárez y Romero (* 1818, ✝ 1878) u. a. Überragende Gestalt des 19. Jahrhunderts war J. Martí. Der Lyriker J. del Casal machte den entscheidenden Schritt zum Modernismus, während sich der Naturalismus in den Romanen von Carlos Loveira (* 1881, ✝ 1928) u. a. durchsetzte. Starken Einfluss übte der skeptische Positivismus des Philosophen und Literaturkritikers E. J. Varona aus. Avantgardistische Tendenzen aus Europa übernahm der »Grupo Minorista« (1924-29). Mariano Brull (* 1891, ✝ 1956) propagierte eine »Poesía pura« nach dem Vorbild P. Valérys. N. Guillén gab der afrokubanischen »Poesía negra« die Wendung zum antiimperialistischen Protest. J. Lezama Lima suchte auf dem Weg mystischer Spekulation das Wesen Kubas zu bestimmen. Zum Surrealismus tendierte Enrique Labrador Ruiz (* 1902). Magischer Realismus kennzeichnet das Werk von A. Carpentier. Nach der Revolution F. Castros kehrten viele während der Batistadiktatur ins Exil gegangene Autoren zurück und machten Kuba zu einem der literarisch produktivsten Länder Lateinamerikas. Internationales Ansehen haben die alljährlich verliehenen Literaturpreise des Kulturzentrums »Casa de las Américas«. Zu den namhaftesten Prosaautoren zählen: G. Cabrera Infante, Edmundo Desnoes (* 1930), S. Sarduy, M. Barnet, Norberto Fuentes (* 1943), R. Arenas, Manuel Pereira (* 1948). Bedeutende Lyriker sind: R. Fernández Retamar, Fayad Jamís (* 1930, ✝ 1988), H. Padilla, Luis Suardíaz (* 1938), Victor Casaus (* 1944), Luis Rogelio Nogueras (* 1944, ✝ 1985), Zoé Valdés (* 1959). Mit der Gründung des staatlichen Teatro Nacional (1959) hat das Theater auch internationale Bedeutung erlangt. Wichtigste Dramatiker sind V. Piñero, José Triana (* 1931), Antón Arrufat (* 1935), Héctor Quintero (* 1942), Nicolás Dorr (* 1946); neben kritisch naturalistischen oder in der Tradition des Costumbrismo stehenden Stücken gibt es formale Experimente, die u. a. von Víctor Varela, Tomás González und dem in Deutschland lebenden Jesús Díaz (* 1941), der sich auch als namhafter Erzähler profilierte, getragen werden. Aus wirtschaftlichen beziehungsweise politischen Gründen leben einige Autoren wie Cabrera Infante, Arenas, Padilla und Zoé Valdés im Exil. Trotzdem zeichnet sich eine Annäherung v. a. junger Exilkubaner, z. B. um die in Miami herausgegebene Zeitschrift »Areito« (1974 gegründet), an Kuba ab.
 
 
Am Beginn der mexikanischen Literatur stehen spanische Chronisten. Eines der lebendigsten Werke aus dieser reichen Literatur, die mit den Berichten des Konquistadoren H. Cortés beginnt, ist die »Historia verdadera de la conquista de la Nueva España« (entstanden 1557-62, herausgegeben 1632) von B. Díaz del Castillo. Tieferes Verständnis für Kultur und Geschichte der zerstörten Reiche wird allerdings in den Werken der Geistlichen B. de Las Casas, Bernardino de Sahagún oder der Historiker indianischer Herkunft sichtbar. Nur Bruchstücke sind vom Werk des ersten in Mexiko geborenen Dichters Francisco de Terrazas (* 1525 [?], ✝ 1600 [?]) erhalten. Gongoristischer Barockstil prägt das lyrisch-deskriptive Epos »La grandeza mexicana« (1604) von Bernardo del Balbuena (* 1561/62, ✝ 1627). Die um 1530 einsetzende Entwicklung des Missions- und weltlichen Theaters führte zu J. Ruiz, dem Schöpfer der spanischen Charakterkomödie. - Die blühende Kultur der vizeköniglichen Residenz im 17. Jahrhundert repräsentierte v. a. die Nonne Juana Inés de la Cruz. Nach dem literarisch dürftigen Neoklassizismus des 18. Jahrhunderts trat erst zur Zeit der Unabhängigkeitskriege mit J. J. Fernández de Lizardi ein bedeutender Schriftsteller hervor. Die zentrale Gestalt einer nationalistischen Romantik war der Lyriker und Romancier I. M. Altamirano. Unter dem Einfluss der französischen Parnassiens und Symbolisten vollzogen die Dichter S. Díaz Mirón, Manuel José Othón (* 1858, ✝ 1906) und M. Gutiérrez Nájera den Übergang zum Modernismus, den dann v. a. A. Nervo und E. González Martínez fortführten. Naturalistische Techniken charakterisieren das Romanschaffen von R. Delgado. Die 1910 beginnende Revolution wurde in einer Vielzahl beachtlicher Romane dargestellt, u. a. von M. Azuela, J. Vasconcelos, M. L. Guzmán, José Rubén Romero (* 1890, ✝ 1952), José Mancisidor (* 1894, ✝ 1956), Gregorio López y Fuentes (* 1895, ✝ 1967), R. F. Muñoz und A. Yáñez. Einen weiteren wichtigen Themenkreis bildeten die Lebensformen und -bedingungen der Indianer, die in den indigenistischen Romanen von Rosario Castellanos u. a. behandelt wurden. Großen Einfluss über Mexiko hinaus erreichten der magische Realist J. Rulfo und der fantastische Erzähler J. J. Arreola. Die Konflikte der nachrevolutionären Gesellschaft werden in den Romanen von J. Revueltas und C. Fuentes gestaltet. Bei den jüngeren Autoren ist die Tendenz zu psychologischer Vertiefung oder auch grotesker beziehungsweise ironischer Dramatisierung des Alltäglichen und damit zur Abwendung von den Mythen der Revolution zu erkennen. Zugleich werden neue Techniken der Sprachverwendung (Argot, Umgangssprache) sichtbar, z. B. bei Gustavo Sainz (* 1940) und José Agustín (* 1944). Weitere zeitgenössische Prosaautoren sind u. a. Salvador Elizondo (* 1932), Vicente Leñero (* 1933), Juan García Ponce (* 1932), F. del Paso, Elena Poniatowska, Guillermo Samperio (* 1948) und David Ojeda (* 1950).
 
Die auf die modernistische Lyrik folgenden avantgardistischen Tendenzen wurden von den Mitarbeitern der Zeitschrift »Contemporáneos« (1928-31) repräsentiert: C. Pellicer, J. Torres Bodet und X. Villaurrutia. Stärkeres politisches Engagement, aber auch hermetische Verschlüsselung, kennzeichnen die Dichter um die Zeitschrift »Taller« (1938-41), von denen der auch als Essayist hervorgetretene O. Paz (Nobelpreis für Literatur 1990) einen überragenden Platz einnimmt. Zu den bedeutendsten Lyrikern im Anschluss an Paz gehören u. a. Jaime Sabines (* 1926, ✝ 1999), José Emilio Montes de Oca (* 1932), J. E. Pacheco und Homero Aridjis (* 1940). Mittels staatlicher Förderung ist ein leistungsfähiges, experimentierfreudiges Theater entstanden. Die Dramatiker R. Usigli, Rafael Solana (* 1915, ✝ 1992), Elena Garro (* 1920) und Emilio Carballido (* 1925) wurden auch international bekannt. Bedeutend ist auch die mexikanische Essayistik (Carlos Monsiváis, * 1938 u. a.), einflussreich der Antipositivismus von Antonio Caso (* 1883, ✝ 1946). Seit Beginn der 80er-Jahre wird die Prosa von zwei Gruppen von Erzählern geprägt: Eine in Themenwahl und Weltsanschauung eher kosmopolitischer Richtung vertreten Héctor Manjarrez (* 1945) und Jorge Aguilar Mora (* 1946). Im Zentrum der Werke von Luis Zapata (* 1951) und Armando Ramírez (* 1950) stehen thematisch der Staat und die Stadt Mexiko. In der Lyrik entwickelte sich die »vanguardia blanca«, eine introvertierte, auf sich selbst bezogene Avantgarde, die von David Huerta (* 1949), Alberto Blanco (* 1951) und Coral Bracho (* 1951) bestimmt wird.
 
 
Die einzige bedeutende Dichterpersönlichkeit während der spanischen Kolonialherrschaft war der Jesuit Rafael Landívar (* 1731, ✝ 1793), Autor der lateinischen Dichtung »Rusticatio Mexicana« (1781). Nach dem Zerfall des mittelamerikanischen Staatenbündnisses (1839) entwickelten sich die einzelnen Nationalliteraturen.
 
 
Im 19. Jahrhundert bestimmte der Costumbrismo (Sittenschilderung) romantischer und realistischer Prägung die Literatur des Landes: Manuel Argüello Mora (* 1845, ✝ 1902), Juan Garita (* 1859, ✝ 1914) und Magón (eigentlich Manuel González Zeledón, * 1864, ✝ 1936). Carmen Lyra (* 1888, ✝ 1949) behandelte erstmals die soziale Problematik der Bananenarbeiter. Repräsentant eines metaphysisch ausgerichteten Modernismus war Roberto Brenes Mesén (* 1874, ✝ 1947). Die Hinwendung zu den lokalen Kulturen wurde stärker, beginnend mit den um 1960 zusammengetretenen sozialkritischen »Poetas de Turrialba« (Jorge Debravo, * 1938, ✝ 1967; Laureano Albán, * 1942; u. a.). Außerhalb dieser Strömung verfolgt Alfredo Cardona Peña (* 1917) einen virtuosen Ästhetizismus. Prosaautoren wie Carlos Luis Fallas (* 1911, ✝ 1966), Fabián Dobles (* 1918), Alberto F. Cañas (* 1917) und Joaquín Gutiérrez (* 1918) sind um die Analyse der politischen und sozialen Wirklichkeit des Landes bemüht. Namhafte Prosaautoren der nachfolgenden Generation sind Carmen Naranjo (* 1931), Quince Duncan (* 1940) und v. a. der auch als Lyriker bekannte Alfonso Chase (* 1945).
 
 
Francisco Gavidia (* 1863, ✝ 1955) war der erste namhafte Lyriker und Epiker; er wirkte durch seinen Schüler R. Darío auf den Modernismus ein. Der poetisch-realistische Indigenismus von Salvador Salazar Arrué (* 1899, ✝ 1975) setzte sich fort im Prosawerk von José Napoleón Rodríguez Ruiz (* 1910). Lyriker wie C. Alegría engagierten sich für soziale Gerechtigkeit, ebenso R. Dalton, der bedeutendste Lyriker El Salvadors. Die oligarch. Unterdrückung im Zusammenhang mit den Interessen der USA behandeln die Romane »El solitario de la habitación 5-3« (1970) von José Roberto Cea (* 1939) und »Caperucita en la zona roja« (1977) von Manlio Argueta (* 1935); in dieser Tradition steht auch Claribel Alegría (* 1924).
 
 
Der erste bedeutende Dichter war der Lyriker José Batres Montúfar (* 1809, ✝ 1844). Die Romantik setzte sich durch in den historischen Romanen von José Milla (* 1822, ✝ 1882). Der Modernismus fand seine vollendetste Ausprägung in der kunstvollen Prosa von Enrique Gómez Carrillo (* 1873, ✝ 1927) und in dem Gedichtband »Maya« (1911) von Rafael Arévalo Martínez (* 1884, ✝ 1975), dessen Prosa fantastische Elemente durchziehen. Carlos Wyld Ospina (* 1891, ✝ 1956) behandelte das Pittoreske der nationalen Realität. Im Zeichen der Avantgarde entstanden die ersten Dichtungen des Schriftstellers und Philosophen Luis Cardoza y Aragon (*1904, ✝ 1992). In Anlehnung an die Überlieferung der Maya gestalteten M. Á. Asturias (Nobelpreis für Literatur 1967) und M. Monteforte Toledo in magisch-realistischen, zum Teil antiimperialistisch akzentuierten Romanen ein komplexes Bild Guatemalas. Um die Zeitschriften »Acento« und »Saker-ti« gruppierten sich nach 1940 zahlreiche sozialkritische Autoren. Die um 1960 einsetzende Repression zwang viele Autoren ins Exil. Den bis 1996 schwelenden Bürgerkrieg, dem mehrere Autoren, u. a. der Lyriker Otto René Castillo (* 1936, ✝ 1967), zum Opfer fielen, behandelten Marco Antonio Flores (* 1937) in dem Roman »Los compañeros« (1976) und als autobiographische Erfahrung Jorge Aguilar Mora (*1946). Jüngere Autoren haben sich in der gewerkschaftsähnlichen »RIN-78« zusammengeschlossen, zu deren namhaftesten Mitgliedern Dante Liano (* 1948), Max Araújo (* 1950), Franz Galich (* 1951) und v. a. der Romancier, Kritiker und Philologe Mario Alberto Carrera (* 1945) gehören. Neben der stark politisierten Erzählliteratur und Essayistik ist in den 80er-Jahren eine mehr kontemplative lyrische Strömung hervorgetreten, die von v. a. Carlos Zipfel (* 1937) und Amable Sánchez (* 1935) geprägt wird.
 
 
Nach einer epigonalen Neoklassik mit José Cecilio del Valle (* 1780 [?], ✝ 1834 [?]) und verspäteter Romantik mit Manuel Molina Vigil (* 1853, ✝ 1883) u. a. fand erst der Modernismus mit Juan Ramón Molina (* 1875, ✝ 1908) und Froilán Turcios (* 1875, ✝ 1943) zeitgemäße Repräsentanten. Die volksliedhafte Schlichtheit der Werke von Alfonso Guillén Zelaya (* 1888, ✝ 1947) und Rafael Heliodoro Valle (* 1891, ✝ 1959) markierte die Abwendung vom Modernismus. In der Lyrik von Jacobo Cárcamo (* 1914, ✝ 1959) bis zu Oscar Acosta (* 1933) u. a. sowie in den Romanen von Ramón Amaya Amador (* 1916, ✝ 1966) tritt politisches und sozialkritisches Engagement in den Vordergrund. Die bekanntesten jüngeren Autoren sind der Lyriker Roberto Sosa (* 1930) sowie die Erzähler Julio Escoto (* 1944) und Rigoberto Paredes (* 1948).
 
 
Der Lyriker R. Darío ist die erste literarisch bekannte Persönlichkeit Nicaraguas. Mit der 1928 gegründeten Zeitschrift »Vanguardia« setzte ein fruchtbarer Prozess ein, als dessen Zentralfigur José Coronel Urtecho (* 1906) gilt. Die Entwicklung führte von der Avantgardebewegung zur »Generation von 1940« - Ernesto Mejía Sánchez (* 1923, ✝ 1985), Carlos Martínez Rivas (* 1924, ✝ 1998) und v. a. E. Cardenal -, die der Somozadiktatur gegenüber Stellung bezog. Besonders die erzählende Prosa spiegelt die Geschichte des durch Bürgerkriege und ausländische Interventionen zerrissenen Landes, so v. a. die Werke von Hernán Robleto (* 1894, ✝ 1969), Manolo Cuadra (* 1907, ✝ 1957), Lizandro Chávez Alfaro (* 1929), Sergio Ramírez (* 1942). Während der Somozadiktatur gingen viele Autoren ins Exil oder fielen der Repression zum Opfer wie Pedro Joaquín Chamorro (* 1924, ermordet 1978). Nach 1979 gewannen Cardenal und Ramírez als Minister der sandinistischen Regierung erhebliche internationale Beachtung. Zu den bedeutendsten jüngeren Autoren zählen die Lyrikerinnen Gioconda Belli und Rosario Murillo (* 1951).
 
 
Die mit dem Modernismus beginnende Literatur des Landes formierte sich um den Lyriker und Erzähler Darío Herrera (* 1870, ✝ 1914). Demetrio Korsi (* 1899, ✝ 1957) gilt als Vorläufer des Avantgardismus, der sich mit dem Gedichtband »Onda« (1929) von Rogelio Sinán (* 1904) durchsetzte. Demetrio Herrera Sevillano (* 1902, ✝ 1950) war Initiator einer agitatorischen sozialkritischen Lyrik, die Tristán Solarte (* 1924), Demetrio J. Fábrega (* 1932) u. a. fortsetzten. Zu den Autoren, die mit modernistischen Erzähltechniken die sozialen und politischen Probleme des Landes behandeln, gehören Joaquín Beleño (* 1922), Ramón H. Jurado (* 1922), Enrique Chuez (* 1934), Gloria Guardia (* 1940) und Dimas Lidio Pitty (* 1941).
 
 
Das einzige literarisch interessante Werk der Kolonialzeit ist die Chronik »La Argentina manuscrita« (entstanden um 1612) des mestizischen Konquistadoren Ruiz Díaz de Guzmán (* 1554 [?], ✝ 1629). Von patriotischer Gelegenheitsdichtung abgesehen, gibt es im 19. Jahrhundert so gut wie keine Literatur. Erst mit dem Modernismus kommt es zu breiterer literarischer Aktivität. Hervorzuheben ist der Lyriker und Prosaautor Natalicio González (* 1897, ✝ 1966), der Elemente der Guaranífolklore verwendete. Abgesehen von Juan Stefanichs (* 1889, ✝ 1976) sozialkritischer Roman »Aurora« (1920) beherrschte der Costumbrismo die moderne Prosa. Durch den Chacokrieg 1932-35 wurde der Prozess einer Neuorientierung eingeleitet. Wegbereiter avantgardistischer Tendenzen war die Lyrikerin und Essayistin Josefina Plá (* 1909). Unter surrealistischem Einfluss stand der Lyriker Herib Campos Cervera (* 1905, ✝ 1953). Der erste Roman, in dem die nationale Realität kritisch behandelt wurde, war »La babosa« (1952) von Gabriel Casaccia (* 1907, ✝ 1980). Die Entwicklung der Prosa führte zum magischen Realismus von A. Roa Bastos. Sein großer Roman »Yo, el supremo« (1974) ist eine Neuinterpretation der Diktatur von J. G. T. Rodríguez de Francia. Die Lyrik der 50er- und 60er-Jahre stand zum Teil im Dienst des Protests gegen ein korruptes Gewaltregime. Wichtige, zumeist auch als Essayisten hervorgetretene Lyriker sind u. a. Elvio Romero (* 1926), Roque Vallejos (* 1943). Die 70er- und 80er-Jahre wurden im Wesentlichen von arrivierten Autoren (Plá; Roa Bastos; Rubén Bareiro Sagüier,* 1930; Lincoln Silva, * 1945) bestimmt. Aufgrund der Diktatur war eine freie literarische Entfaltung nicht möglich; fast alle Schriftsteller lebten im Exil. Trotzdem wurde der 1982 erschienene und sofort verbotene Lyrikband »Paloma negra, paloma blanca« von Jorge Canese (* 1947) zu einem der größten Bestseller in der Geschichte Paraguays. Nach dem Ende der Diktatur 1989 belebte sich das literarische Leben beträchtlich. Die Entwicklung des Theaters der letzten 30 Jahre repräsentiert Mario Halley Mora (* 1918) mit einem umfangreichen dramatischen Werk.
 
 Peru
 
Bald nach der Eroberung Perus durch die Spanier entstand eine Vielzahl von Chroniken. Den in Spanien geborenen Chronisten wie Pedro Cieza de León (* 1520/22, ✝ 1554) folgten Autoren indianischer oder mestizischer Abkunft wie Garcilaso de la Vega, dessen »Comentarios reales que tratan de los Incas« (1609, Teil 2 herausgegeben 1617 unter dem Titel »História general del Perú«) als erstes großes Werk der hispanoamerikanischen Literatur gilt. Die folgende breite literarische Aktivität stand im Schatten spanischer Vorbilder. Zu den originellsten Autoren des 17. Jahrhunderts zählt der auch in Ketschua schreibende Theaterdichter Juan de Espinosa Medrano (* 1632, ✝ 1688). Überragende Gestalt des Spätbarock war der Universalgelehrte Pedro de Peralta Barnuevo (* 1664, ✝ 1743). Ein Werk der Aufklärung ist der teils satirische, teils realistische Reisebericht »El lazarillo de ciegos caminantes« (um 1775), den der Spanier Alonso Carrió de la Vandera (* um 1715, ✝ nach 1778) unter dem Pseudonym »Concolorcorvo« in Lima veröffentlichte. Die in der Lyrik von Mariano Melgar (* 1791, ✝ 1815) angekündigte Romantik fand ihren Höhepunkt in den historischen Erzählungen »Tradiciones peruanas« (1872-1910) von R. Palma. Bereits auf den Modernismus verweist die Lyrik von M. González Prada, der durch seine politischen Essays starken Einfluss ausübte. Seine Gedanken setzten sich fort bei V. R. Haya de la Torre und dem Marxisten José Carlos Mariátegui (* 1895, ✝ 1930); sie bildeten den theoretischen Hintergrund des sozialkritisch engagierten Romans. Hauptvertreter der modernistischen Lyrik waren J. S. Chocano und J. M. Eguren. Ein neuer Abschnitt der peruanischen Lyrik begann mit C. Vallejo, der formalen Avantgardismus mit humanitärem Engagement verband. Den Surrealismus griffen Xavier Abril (* 1905), Martín Adán (* 1908, ✝ 1985), Emilio Adolfo Westphalen (* 1911) u. a. auf. Bei den nach dem Zweiten Weltkrieg hervorgetretenen Dichtern - Javier Sologuren, Alejandro Romualdo (* 1926), Alberto Escobar (* 1929) u. a. - fand nach der Frühphase eines oft hermetischen Ästhetizismus ein jäher Umschlag zum engagierten Protest statt. In der peruanischen Prosaliteratur des 20. Jahrhunderts herrscht die Auseinandersetzung mit der nationalen Realität vor. Die namhaftesten Vertreter modernistischer Prosa waren V. García Calderón und Abraham Valdelomar (* 1888, ✝ 1919). Nachhaltigeren Einfluss übten die realistischen Erzählungen von Enrique López Albujar (* 1872, ✝ 1966) aus. Die indigenistische Thematik mit sozialkritischem Akzent fand in C. Alegría und J. M. Arguedas zwei ihrer für ganz Lateinamerika repräsentativen Romanautoren; ihre Linie wurde von M. Scorza fortgesetzt. Der überragende Romancier seiner Generation bleibt auch in den 80er- und 90er-Jahren M. Vargas Llosa, der in der Nachfolge W. Faulkners und G. Flauberts einen formal anspruchsvollen kritischen Realismus entwickelte; wegen seiner kritischen Haltung zur Regierung Fujimori lebt er außerhalb des Landes. Seine Autobiographie »El pez en el agua« (1993) kombiniert Jugenderinnerungen mit einer kritischen Würdigung der Präsidentschaftswahlkampagne von 1990. Probleme der städtischen Gesellschaft behandelt der ebenfalls im Ausland lebende J. R. Ribeyro. In der Lyrik wird die von C. Vallejo begründete Tradition der bilderreichen, Surreales und Autochthones verbindenden Sprache fortgeführt (Antonio Claros, * 1939; Abelardo Sánchez León, * 1947; Enrique Verástegui, * 1950; Carmen Ollé, * 1947; Tulio Mora, * 1948), hervorzuheben sind auch der Lyriker Antonio Cisneros (* 1942) und der Essayist Julio Ortega (* 1942). Das Theater verdankt S. Salazar Bondy einen beachtlichen Aufschwung. Durch »Yayachkani« u. a. Gruppen hat sich das »teatro popular« seit Mitte der 70er-Jahre von einer politischen zu einer ästhetisch anspruchsvollen und auch international erfolgreichen Form entwickelt.
 
 
Die uruguayische Literatur setzte, beeinflusst vom spanischen Neoklassizismus, ein mit den patriotischen Dichtungen von Juan Francisco Martínez (18./19. Jahrhundert) und den Satiren und Epigrammen von Francisco Acuña de Figueroa (* 1791, ✝ 1862). Ausgangspunkt der fruchtbaren Tradition der Gaucholiteratur waren die »Diálogos« von Bartolomé Hidalgo (* 1788, ✝ 1823). Durch die vor der Diktatur J. M. de Rosas' geflüchteten Argentinier verbreitete sich die Romantik, von der die Dichtungen von J. Zorrilla de San Martín und die Romane von Eduardo Acevedo Díaz (* 1851, ✝ 1921) geprägt sind. Eine realistische, zum Naturalismus tendierende Durchdringung v. a. des ländlichen Lebensbereichs zeichnet die Romane von Javier de Viana (* 1869, ✝ 1926) und C. Reyles aus. Der Modernismus fand in J. Herrera y Reissig einen seiner großen Repräsentanten. Bedeutende modernistische Lyrikerinnen waren María Eugenia Vaz Ferreira (* 1875, ✝ 1924) und Delmira Agustini (* 1886, ✝ 1914). Kontinentale Bedeutung gewannen der Kulturkritiker J. E. Rodó und der Philosoph Carlos Vaz Ferreira (* 1873, ✝ 1958). In gleicher Weise wurden für die lateinamerikanische Literatur die sozialkritisch-realistischen Theaterstücke von F. Sánchez und die zum Teil halluzinatorisch-fantastische Erzählungen von H. Quiroga bestimmend.
 
Die Reaktion auf den Modernismus setzte ein mit den pantheistischen Hymnen von Carlos Sabat Ercasty (* 1887, ✝ 1982) und den sinnlich-vitalen Gedichten von Juana de Ibarbourou. Schon in den sozialkritischen Erzählungen und Romanen von E. Amorim, besonders bei Juan José Morosoli (* 1899, ✝ 1957), Francisco Espínola (* 1901, ✝ 1973) und Felisberto Hernández (* 1902, ✝ 1964), erfolgte der Wandel zu einer psychologisierenden Erzählkunst. In den Romanen von J. C. Onetti, Carlos Martínez Moreno (* 1917, ✝ 1986) und M. Benedetti wird der Zustand einer permanenten Staatskrise durch Übertragung auf alptraumhafte Fiktionen der Entfremdung und Bedrohung indirekt reflektiert. In der Lyrik hatte Líber Falco (* 1906, ✝ 1955) eine unrhetorisch-transparente Diktion, die zur Antipoesie von Benedetti und zu den selbstkritischen Reflexionen von Idea Vilariño (* 1920) führte. Die nach dem Militärputsch von 1973 einsetzende Verfolgung von Künstlern und Schriftstellern, die auch viele Autoren ins Exil zwang, brachte das Kulturleben Uruguays bis zur Wiederherstellung der Demokratie 1985 zum Erliegen. Auch danach herrschten aufgrund der desolaten wirtschaftlichen Lage sozialkritische und geschichtliche Themen vor. Zu den namhaftesten Prosaautoren gehören Jorge Onetti (* 1931), Sylvia Lago (* 1932), Cristina Peri Rossi (* 1941), Enrique Estrázulas (* 1942), Juan Carlos Mondragón (* 1951) und v. a. E. Galeano, zu den Lyrikern u. a. Washington Benavides (* 1930), Saúl Ibargoyen Islas (* 1930), Hugo Achúgar Ferrari (* 1944). Kennzeichnend für das Theater Uruguays nach 1985 ist eine Vielfalt der Angebote und der Stilrichtungen.
 
 
Nach den spanischen Chronisten Pedro de Aguado (✝ nach 1589) und Pedro Simón (* um 1574, ✝ 1630) verfasste ein Kreole, José de Oviedo y Baños (* 1671, ✝ 1738), erst 1723 eine Geschichte Venezuelas. Die europäische Aufklärung fand ihren Niederschlag im lyrischen Werk von A. Bello. Stilistisch blieben er und andere Lyriker, wie Fermín Toro (* 1807, ✝ 1865) und Rafael María Baralt (* 1810, ✝ 1860), über die Epoche der Freiheitskämpfe hinaus der Neoklassik verhaftet. Den Übergang zur Romantik bezeichneten die historisch-biographischen Essays von Juan Vicente González (* 1811, ✝ 1866). Aus der Gruppe der romantischen Lyriker haben allein José Antonio Maitín (* 1804, ✝ 1874) mit seinen Naturschilderungen und Juan Antonio Pérez Bonalde (* 1816, ✝ 1892) breitere Anerkennung gefunden. Realistische Schilderungen des Volkslebens enthalten die Romane von Gonzalo Picón Febres (* 1860, ✝ 1918) und Manuel Vicente Romero García (* 1865, ✝ 1917).
 
Der Modernismus manifestierte sich v. a. in der nuancenreichen Prosa der Romane von M. Díaz Rodríguez und den Erzählungen von Pedro Emilio Coll (* 1872, ✝ 1947). Aus dem Modernismus erwuchsen die zeitsatirischen Romane von R. Blanco Fombona. Als Reaktion auf den Modernismus suchten die Mitglieder der »Generation von 1918« europäische Normen mit nationalen Themen zu verbinden. Der bekannteste Lyriker dieser Gruppe war Andrés Eloy Blanco (* 1897, ✝ 1955). Ein komplexes Bild des Landes geben die Romane von R. Gallegos. José Rafael Pocaterra (* 1889, ✝ 1955) und Teresa de la Parra (* 1891, ✝ 1936) schilderten die durch jahrzehntelange Diktatur korrumpierten oberen Schichten. Mit der Rückkehr vieler Emigranten nach dem Tod des Diktators J. V. Gómez (1935) setzten sich avantgardistische Tendenzen (Ultraismus, Surrealismus u. a.) durch. Organ der Neuerer war die Zeitschrift »Viernes«, zu deren Mitarbeitern die Lyriker Ángel Miguel Queremel (* 1899, ✝ 1939) und Vicente Gerbasi (* 1913, ✝ 1992) gehörten. Auch die Prosaschriftsteller dieser Generation experimentierten mit neuen Erzähltechniken (Julio Garmendia, * 1898, ✝ 1967; Antonio Arráiz, * 1903, ✝ 1962; R. Díaz Sánchez; A. Uslar Pietri; M. Otero Silva). Die Abwendung von der Schilderung des ländlichen Milieus zugunsten der Gestaltung der Probleme des modernen Caracas, die in den späten 50er-Jahren einsetzte, kennzeichnen die Literatur bis in die Gegenwart. Zu den namhaften Prosaautoren zählen Salvador Garmendia (* 1928), Adriano González León (* 1931), José Balza (* 1939), Laura Antillano (* 1950). Die Tendenz zur Verinnerlichung, die v. a. die Lyrik von Rafael Cadenas (* 1930), Alfredo Silva Estrada (* 1933) und Luis Alberto Crespo (* 1941) prägt, wird von jüngeren Lyrikern wie Rafael Arráiz Lucca (* 1959) zugunsten einer objektivistischen Darstellungsweise abgelöst.
 
 
Allgemeines:
 
E. Anderson-Imbert: Historia de la literatura hispanoamericana, 2 Bde. (Neuausg. Mexiko 2-61980-86);
 L. Pollmann: Gesch. des lateinamerikan. Romans, 2 Bde. (1982-84);
 R. Lazo: Historia de la literatura hispanoamericana, 2 Bde. (Mexiko 51983);
 H. J. Becco: Diccionario de literatura hispanoamericana: Autores (Buenos Aires 1984);
 J. Franco: Historia de la literatura hispanoamericana (Barcelona 61985);
 
Historia de la literatura hispanoamericana, hg. v. L. Iñigo Madrigal, 2 Bde. (Madrid 1-21987-92);
 C. Goič: Historia y crítica de la literatura hispanoamericana, 3 Bde. (ebd. 1988-91);
 J. M. Orviedo: Breve historia del ensayo hispanoamericano (ebd. 1990);
 
Theater in Lateinamerika. Ein Hb., hg. v. H. Adler (1991);
 D. W. Foster: Handbook of Latin American literature (New York 21992);
 L. Sáinz de Medrano: Historia de la literatura hispanoamericana desde el modernismo (Madrid 21992);
 
Das moderne Theater Lateinamerikas, hg. v. W. Floeck u. K. Kohut (1993);
 G. Siebenmann: Die lateinamerikan. Lyrik 1892-1992 (1993);
 
Autorenlex. Lateinamerika, hg. v. D. Reichardt (Neuausg. 1994);
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Universal-Lexikon. 2012.

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